Hainstadt - Kirchplatz

Lars' Taufe wird zur Tauferinnerung für alle

Hainstadt. Pfarrerin Christina Meyer nahm's gelassen: Der Regen, der im Freiluftgottesdienst an Pfingstmontag einsetzte, sei eine Tauferinnerung für alle, sagte sie anlässlich der ersten Taufe auf dem neu gestalteten Platz vor der Hainstädter Kirche. Es wäre auch unangemessen zu sagen, dass das Wetter nicht mitgespielt habe, denn der Wind, der ebenfalls blies, lieferte gleichsam das spürbare Erlebnis, das die Pfarrerin in ihrer Pfingstpredigt aufgriff: Der Geist weht, wo er will, heißt es bekanntlich. Genau so habe laut biblischem Bericht auch der Heilige Geist an Pfingsten die Jünger ergriffen. "Und wie der Wind, so ist auch der Geist unsichtbar - aber beide sind zu spüren." Ein unerwarteter Gruß im rechten Augenblick, ein Sonnenstrahl ins Dunkel hinein: solches erleben gläubige Menschen als Wirkung des Heiligen Geistes, der freilich unverfügbar bleibt, eben: weht, wo er will.

Der kleine Lars hatte die Ehre - vermutlich indes, ohne das ermessen zu können -, als erster am neuen Taufstein vor dem Gotteshaus getauft zu werden. Die kunstvolle Bildhauerarbeit, die der Mömlinger Steinmetz Werner Gradwohl geschaffen hat, geht auf eine Idee des vor einem Jahr verstorbenen Neustädter Pfarrers Dr. Michael Weber zurück. In den vergangenen Wochen ist auch die Außenanlage um die Kirche bepflanzt und fertiggestellt worden, erinnerte Pfarrerin Meyer, sodass dort nun die erste Taufe unter freiem Himmel stattfinden konnte. Das Wasser wurde eigens aus der Quelle geholt, die unter der Hainstädter Kirche entspringt.

Und noch eine Parallele zum Pfingstfest benannte die Pfarrerin: Damals habe sich die erste christliche Gemeinde gebildet, weswegen Pfingsten auch als Geburtstag der Kirche gelte. "Und heute haben auch wir in unserer Gemeinde mit dem Täufling ein neues Mitglied bekommen", freute sich Christina Meyer, die Lars zugleich herzlich begrüßte.

 

Bernhard Bergmann
10.6.2019

Bild: Kirchengemeinde Neustadt
Bild: Kirchengemeinde Neustadt

 

Errichtung Barrierefreier Zugang und Kirchplatz mit Taufstele

Die Bauarbeiten zur Neugestaltung mit einem barrierefreien Zugang zur Hainstädter Kirche haben Anfang Juni  2018 begonnen. Der barrierefreie Zugang zur Kirche erfolgt um die Kirche, so dass eine Alternative zur Treppe gegeben ist. Des Weiteren wird auf einem kleinen Platz neben der Kirche eine Taufstele gesetzt.


Jordanwellen unterm Breuberg

So titelte der Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Ev. Dekanates Odenwald Bernhard Bergmann seine Mitteilung für die Homepage des Ev. Dekanates Odenwald sowie für die Presse am 4. September 2017. 

 

 

Einem größeren Leserkreis, vor allem ältere Menschen bzw. Menschen ohne einen Internetzugang konnten darüber in der Ausgabe des Odenwälder Echos am 8. September 2018 mehr erfahren.

Es geht also im Hintergrund weiter, auch wenn am zukünftigen Martin-Luther-Platz die Arbeiten ruhen.



Fotostrecke vom Gemeindefest am Kisseltag 2017


Auf einer Stele am Aufgang zur Kirche wurde die Tafel auf einem Diorit-stein  angebracht.

Fällen der Bäume rund um die Kirche als erste Vorbereitung für den barrierefreien Zugang zur Kirche und neue Platzgestaltung. 13. Februar 2017


Vorbesprechung zur Neugestaltung des Hainstädter Kirchplatzes im Rahmen der Dorferneuerung. Ortstermin am 13. Mai 2015

Gemeindefest am Kisseltag mit Gottesdienst

Am Freitag, den 26.05.2017, um 18.00 Uhr, fand der traditionelle Gottesdienst zum Kisseltag statt.

In diesem Jahr wurde in diesem Rahmen auch der Beginn der Maßnahme „Umgestaltung Kirchplatz“ ein-geläutet. Da uns nun die kirchenaufsichtliche Geneh-migung vorliegt, dürfen wir sofort mit der Maßnahme beginnen. Ziel ist ein barrierefreier Zugang zur Kirche und zum Aussichtsplatz an der Kirche, der auch ein Taufplatz im Freien sein soll. Die Taufstele wird vom Steinmetz Dr. Ing. Werner Gradwohl aus Mömlingen hergestellt. Mit der gesamten Umgestaltung der Anlage hat der Kirchenvorstand den Architekten Bernard Saul aus Rai-Breitenbach beauftragt.

Die neue Anlage heißt „Martin-Luther-Platz“ in Erin-nerung an das Luther-Jahr 2017. Eine Plakette erinnert an den deutschen Reformator und an Gräfin Barbara von Wertheim, die 1537 (vor 480 Jahren) die Reforma-tion in der Herrschaft Breuberg offiziell einführte. In das Projekt wird auch die „Luther-Linde“ von 1983 einbe-zogen, die von den Konfirmanden gepflanzt wurde.

Eingeladen waren zahlreiche Gäste. Es war auch ein Redaktionsteam der Öffentlichkeitsarbeit unserer Lan-deskirche dabei, die das Ereignis für den Jahresbericht 2017 der EKHN dokumentieren wird.

 




Presseberichte zum Nachlesen

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"Vorm Gotteshaus ein Martin-Luther-Platz"
Evangelische Kirche: Fläche in Hainstadt erhält Taufbecken im Freien / Erinnerung auch an Gräfin Barbara von Wertheim
Odenwälder Echo 2017-05-24 Martin-Luther
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