Nacht der Kirchen

Es ist geplant, dass diese ökumenische Veranstaltung einmal jährlich stattfindet. Dies ist seit 2013 der Fall:

Vorschau

Rückblick

2017 Reformationstag

Eine Bilderstrecke dazu finden Sie unter 500 Jahre Reformation

Ökumenischer Gottesdienst in der ev. Kirche zu Neustadt um 10.00 Uhr.

Ökumene in Neustadt hat eine besondere Tradition

Zeitgenossen staunen nicht schlecht, wenn sie hören, dass für die Kapelle auf der Burg Breuberg beide christlichen Konfessionen, vertreten durch die jeweiligen Pfarrer von Neustadt, zuständig sind. Da nur selten Gottesdienste bzw. Messen, dort stattfinden, kann man nicht von einer Simultankirche sprechen, aber von einer Kapelle, die in konfessioneller Parität benutzt wird. Heute sind es besonders Jugendgruppen der beiden Konfessionen, die diese Kapelle für Andachten und Meditationen benutzen.

Nur wenige „Insider“ wissen, dass diese Tradition auf den Anfang des 17. Jahrhunderts zurückgeht.

Eine nachreformatorische Linie der Grafen von Wertheim-Löwenstein war römisch-katholisch, eine andere Linie dieses Grafengeschlechtes war evangelisch, wie auch das auf Burg Breuberg mitregierende Erbacher Grafenhaus. Dieses konfessio-nelle Miteinander – mit all den Höhen und Tiefen – prägte das Leben nicht nur auf der Burg, sondern auch in der Stadt unterhalb der Burg, Neustadt.

Die katholische Kirche Hl. Karl Borromäus, eingeweiht 1849, steht wie die evangelische Kirche am Markt an der Erbacher Straße.

Seit vier Jahren haben wir gemeinsam die „Nacht der Kirchen“ um den Reformationstag und Allerheiligen organisiert. Letztes Jahr haben wir ein Thema aufgegriffen, dass nun in einem ökumeni-schen Gottesdienst am Reformationstag gefeiert werden soll: „Unsere gemeinsame hl. Schrift“. Texte aus der Bibel stehen im Mittelpunkt des Gottesdienstes. 



2016

Zur Eröffnung des Reformationsjahres 2017 - Nacht der Kirchen in Neustadt

Zu zwei Schwerpunkten laden die Evangelische Kirchengemeinde Neustadt und die Römisch-Katholische Pfarrgemeinde Neustadt ein. Im Mittelpunkt steht „Unsere gemeinsame heilige Schrift“.

Kath. Pfarrkirche Hl. Borromäus: Am Sonntag, dem 30. Oktober, 17.00 Uhr, laden wir zum ökumenischen Gottesdienst ein, der von Jugendlichen gestaltet wird. Die Hl. Schrift wird aus der Bibel und vom Handy gelesen. Nach dem Motto „Eine neue gemeinsame Bibel“ für Neustadt scheiben wir in ein Buch aus der Bibel ab. Das Buch liegt wechselweise in den beiden Kirchen. Ein Satz nach dem anderen soll dort aufgeschrieben werden. Zum Reformationstag 2017 wollen wir in einem gemeinsamen Gottesdienst „Unsere gemeinsame Neustädter Bibel“ feiern. Musikalisch wir der Gottesdienst von der Band „Um Himmels willen“ aus Lützelbach gestaltet.

Ev. Kirche am Markt: Am Reformationstag, dem 31.10, 18.00 Uhr findet eine besondere Veranstaltung zum Thema „Reformation trifft Ostkirche“ statt (s.u. Plakat). 

Der Blockflötenkreis Breuberg gestaltet die Nacht der Kirchen musikalisch mit.

 



2015

 "Marienlied" und "Ordnung muss sein"

In diesem Jahr wurden das "Marienlied im Wandel der Zeit" und die ersten Kirchenordnungen in der Herrschaft Breuberg näher beleuchtet:

Freitag, 30.10. kath. Kirche Neustadt:

Thema war das „Marienlied im Wandel der Zeit, von den Anfängen bis heute.“ Dabei stehen verschiedene Gesänge aus der orthodoxen, röm.-kath. und reformatorischen Tradition anhand ausgewählter Beispiele im Mittelpunkt: Akathistos-Hymnus (orthodox), Salve Regina, Regina coeli, Magnificat (evangelisch), Alma redemptoris mater.

Der Kirchenchor VoLumen Christi gestaltete die Nacht der Kirchen musikalisch mit.


Samstag, Reformationstag, 31.10. ev. Kirche Neustadt:

Thema war „Ordnung muss sein – zu den ersten reformatorischen Kirchenordnungen in der Herrschaft Breuberg“. In allgemein verständlicher Sprache wurden Antworten auf Fragen gegeben: Wie entsteht eine Kirchenordnung in der bewegten Zeit der Reformation? Wer hatte das Sagen? Welche Themen bewegten die Gemüter? Wie sah die neue Gottesdienstform damals aus?

Die Nacht der Kirchen wurde musikalisch von der Ev. Jugendkantorei Rothenberg sowie an der Orgel von Dr. Harald Rimbach gestaltet.


2014

Ritterturniere und hübsche Burgfräulein werden uns auf Burg- und Nachtturnieren auch heute gerne vorgeführt. Schön und märchenhaft wird uns die „alte Ritterzeit“ dargelegt. Die zeitgenössischen Quellen lassen die Adligen eher als gewiefte Politiker erscheinen, die Reichs- und Kirchenpolitik bestimmten. Sie redeten bei Bischofs- und Papstwahlen mit und drängten mit Erfolg auf Reformen in der Kirche. Dabei war ihre Motivation nicht nur von wirtschaftlichen Interessen geleitet, sondern auch von ihrer christlichen Frömmigkeit. Sie nutzten ihr Recht zu protestieren, wenn ihre kirchlichen Anliegen nicht beachtet wurden. Reformen in der Kirche waren ohne sie undenkbar. So wirkten sie auch im 15. Jahrhundert mit, als auf Konzilien die Kirche um Reformen stritt.


Auf dem Konzil von Konstanz (1414-1418) war bereits von „Reformation“ der römisch-katholischen Kirche die Rede. Danach gab es immer wieder Auseinandersetzungen um eine Reform der Kirche, bei der die Adligen mit ihrer reichsrechtlichen und kirchenpolitischen Macht eine wichtige Rolle spielten. Die Ortsadligen, die Grafen von Wertheim, waren 100 Jahre dabei und schlugen sich letztendlich auf die Seite der Protestanten. Die Konsequenz war die Einführung der reformatorischen Lehre (Augsburger Bekenntnis) in ihrer Grafschaft.

 

Auf folgenden Veranstaltungen wird dies „unritterlich“ und allgemeinverständlich dargelegt:

Reformationstag (31.10.2014) ev. Kirche Neustadt

Thema: „Adel und Reformation“.

Die Rolle die Mitglieder der Adelsfamilie der Wertheimer wird anhand von Quellen (Heiratsverträgen, Anekdoten aus Chroniken u.a.) veranschaulicht, die einen neuen Einblick in ihre reformatorische Tätigkeit geben. Dabei wird auch die Bedeutung der Theologen beleuchtet, die die erste protestantische Kirchenordnung für die Herrschaft Breuberg verfassten.

Musikalische Gestaltung: Blockflötenkreis Breuberg unter Leitung von Ulrich Schönwälder, Dr. Harald Rimbach (Orgel).

 

Allerheiligen (1.11.2014) kath. Kirche St. Karl Borromäus, Neustadt

Thema: „Röm.-kath. Linie der Löwenstein-Wertheim-Rosenberg in der Herrschaft Breuberg“.

Der Ausgang des Trienter Konzils machte deutlich, dass die westliche Kirche in zwei Konfessionen geteilt war. Die Adeligen positionierten sich demensprechend und die konfessionelle Trennung ging auch durch die Adelsfamilien. Eine bemerkenswerte Konstellation bildete sich in der Grafschaft Wertheim, als einer der erbrechtlichen Nachfahren der ausgestorbenen Grafen von Wertheim, Johann Dietrich von Wertheim-Löwenstein, zur alten Kirche konvertierte.

Musikalische Gestaltung: Markus Heinrich (Orgel).


2013

An das Motto Toleranz üben der EKHN (Evangelischen Kirche von Hessen-Nassau lehnte sich die Nacht der Kirchen in Breuberg an. Diese fand in den Stadtteilen Rai-Breitenbach – Neustadt und Hainstadt vom 31. Oktober (Reformationstag) bis 2. November statt. 

Download
Zeitungen berichteten
Das Odenwälder Echo und das Main Echo berichteten von dieser besonderen in Breuberg veranstalteten ökumenischen Nacht der Kirchen.
Nacht der Kirchen - Presse 6-11-2013a.pd
Adobe Acrobat Dokument 1.9 MB